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FLAG-E fordert von HFG bis Ende April klare Aussagen zur Zukunft des Flugplatzes

In einem Schreiben vom  26. März 2010 fordert FLAG-E die HFG auf, klare Aussagen zu den geplanten Entwicklungen am Flugplatz zu machen.

Darin wird die HFG gebeten, anhand eines detaillierten Fragenkataloges Auskunft zum Stand des Optimierungsverfahrens zu geben, das die im Herbst 2009 beim zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt in Gang gebracht hat.  Der Öffentlichkeit ist nicht klar, was da überhaupt beantragt worden ist – „nur“ die Verlängerung der bestehenden Bahn um 60 m durch veränderte Nutzung oder auch die Einführung eines instrumentengestützten Anflugverfahrens (IFR)? Wenn IFR nicht beantragt wurde – warum nicht? Die HFG hat immer lautstark  eine Einführung gefordert aus Sicherheitsgründen gerade für die großen Jets des Mehrheitsgesellschafters NetJets.

Was die Anwohner rund um den Flugplatz ebenso interessiert ist die Frage nach einem weiteren geplanten Ausbau des Flugplatzes mit 270 m Bahnverlängerung und Erhöhung des äquivalenten Dauerschallpegels – dieses Ausbauszenario war die Grundlage der Verkaufsverhandlungen zwischen NetJets und den alten kommunalen HFG-Gesellschaftern. FLAG-E fragt auch hier nach: hat die HFG bereits Kontakt mit der zuständigen Behörde aufgenommen, um das „große“ Ausbauverfahren einzuleiten? Wenn nicht, soll es noch dieses Jahr eingeleitet werden ? Die HFG schweigt bisher zu all diesen Fragen.

Darüber hinaus fragt FLAG-E bei der HFG nach, ob die Rechte der Minderheitengesellschafter Langen und Egelsbach in der HFG angemessen berücksichtigt werden. Eigentlich sollten sich ja Langen und Egelsbach selbst innerhalb der HFG darum kümmern. Doch Langen und Egelsbach tun sich schwer mit der Durchsetzung ihrer verbliebenen Minderheiten- Rechte, die ihnen die Bürgerinnen und Bürger durch die erfolgreichen Bürgerentscheide vom September 2009 gesichert haben. Zum einen möchten die beteiligten Akteure – allen voran der Egelsbacher Bürgermeister Rudi Moritz – den neuen Herren von NetJets nicht auf die Füße treten. Auf der anderen Seite zeigt sich NetJets nach allen bisher vorliegenden Informationen nicht gerade kooperativ im Umgang mit den ungeliebten Minderheitengesellschafterinnen, die sie am liebsten gar nicht mit im Boot gehabt hätten.

Um Egelsbach und Langen ein wenig zu unterstützen und den Mehrheitsgesellschafter an seine Pflichten nach dem deutschen Gesellschaftsrecht im Umgang mit Minderheitengesellschaftern zu erinnern hat FLAG-E dem Schreiben an die HFG eine Checkliste  beigefügt, in welcher die Rechte von Langen und Egelsbach aufgeführt sind. Bis Ende April soll die HFG mitteilen, ob sie die genannten Minderheitenrechte ernst nimmt und Langen und Egelsbach bei der Wahrnehmung dieser Rechte keine weiteren Steine in den Weg legt.

2 comments to FLAG-E fordert von HFG bis Ende April klare Aussagen zur Zukunft des Flugplatzes

  • Günther

    Ich habe gestern nachmittag zufällig von dieser Pressekonferenz der HFG erfahren, und wundere mich doch sehr, dass wir nicht einmal einen Hinweis dazu von unserem „guten Nachbarn“ erhalten haben. Mal schauen, was es da Neues gibt, nachdem man die Ausbaupläne ja vorerst auf Eis gelegt hatte.

    Günther de las Heras
    1. Vorsitzender FLAG-E

  • Günther

    Bis heute haben wir immer noch keine Antwort vom Flugplatz. Das einzige was man aus dem Umfeld erfährt ist, dass die Verluste für 2009 höher als erwartet sind und das Stammkapital nur zögerlich und in geringem Umfang (um ca. € 500.000,–) erhöht wurde. Nach Vorbeitungen für eine große Investition sieht das zumindest nicht aus.

    Günther de las Heras
    1. Vorsitzender FLAG-E

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