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Jahresgruß 2012

Liebe Freunde eines gepflegten Luftraums über Egelsbach und Umgebung,

zum Ende des Jahres möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen ein gutes neues Jahr zu wünschen und mich bei all den Menschen zu bedanken, die uns auch im fast vergangenen Jahr bei unserer Arbeit aktiv unterstützt haben. Und ich meine damit nicht nur meine Kollegen im Vorstand der FLAG-E,  sondern auch diejenigen, die ohne Amt und Mandat immer bereit waren mit Rat und Tat an unserer Sache mitzuarbeiten.

Ohne Euch wären z. B. der Fahrradkorso im Sommer, der trotz heftiger Regenschauer wieder ein voller Erfolg war, und der schönste Stand am Egelsbacher Adventsmarkt nicht möglich gewesen. Ich danke Euch vor allem auch für Eure Ausdauer und den Mut, zu diesem wichtigen Thema Gesicht zu zeigen und öffentlich Stellung zu nehmen.

Außerdem möchte ich kurz über unsere letztjährigen Aktivitäten berichten und Sie über die aktuelle Sachlage rund um das Thema Fluglärm informieren:

Schwerpunkte unserer Arbeit in 2011 waren die Themen Instrumentenflugverfahren (IFR) am Flugplatz Egelsbach und die zusätzliche Belastung durch Fluglärm vom Rhein-Main-Airport.

Flugplatz Egelsbach

Während die beiden Jahre zuvor geprägt waren von öffentlichkeitswirksamen Aktionen und den erfolgreichen Bürgerentscheiden in der Gemeinde Egelsbach und der Stadt Langen, war dieses eher ein Jahr der zielorientierten Arbeit im Hintergrund. Wir haben viele Gespräche mit Bürgern, Politikern und Behördenvertretern geführt und dabei wichtige Überzeugungsarbeit geleistet.

Dabei konnten wir feststellen, dass die einst sehr verbreitete bedingungslose Unterstützung der Expansion am Flugplatz Egelsbach kaum wieder zu finden ist. Die Versachlichung der zahlreichen ökologischen und wirtschaftlichen Themen rund um den Flugplatz Egelsbach hat bei einigen unserer Gesprächspartner zu einem Umdenken geführt. Das liegt bestimmt auch daran, dass wir seit dem Einstieg von NetJets in die Hessische Flugplatz GmbH (HFG) vor zwei Jahren immer mehr Fluglärm durch die wachsende Zahl von Hubschrauberbewegungen und tieffliegende Düsenjets über Wohngebieten erleben, die nun auch unsere Nachbarn in Rödermark auf die Barrikaden gebracht haben. Zudem wurden die Kollateralschäden im persönlichen Umfeld der damaligen Entscheidungsträger immer deutlicher: Ein Ex-Landrat, der sich wegen seiner Art mit dem Geld der Bürger gegen dieselben umzugehen vor dem Landgericht in Darmstadt zu verantworten hat, Manager aus dem Umfeld der HFG, die gefeuert wurden, und einige Kommunalpolitiker, die viel zu spät gemerkt haben, dass sie massiv getäuscht und öffentlich vorgeführt wurden.

Nach der objektiven Abwägung aller Vor- und Nachteile wurde immer klarer, dass der von NetJets geplante Ausbau des Flugplatzes Egelsbach deutlich im Widerspruch zu den Interessen seiner Anwohner und insbesondere der Gemeinde Egelsbach steht. Für die Gemeinde Egelsbach war diese späte Einsicht zudem mit hohen Kosten verbunden, als klar wurde, dass mangels einer geeigneten und behördlich vorgeschriebenen Löschwasserversorgung im Umfeld des Flugplatzes, Investitionen in Millionenhöhe zu tätigen sind. Ein seit vielen Jahren bekannter „Planungsfehler“, der offensichtlich politisch gewollt war und heute teuer von den Bürgern bezahlt werden muss.

Aber nicht nur Egelsbach hat am Flugplatz sehr viel Geld verloren, sondern auch der einst gefeierte Investor NetJets muss jedes Jahr viel Geld in das schier unendlich tiefe Millionengrab HFG werfen. Die hohen Verluste und die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten mangels der Genehmigung zur Einführung von IFR führen derzeit auch bei NetJets zur kritischen Prüfung ihrer Investition. Vielleicht können wir dazu demnächst mehr berichten.

Rhein-Main-Airport

Zum lokalen Fluglärmproblem rund um den Flugplatz Egelsbach kam vor einigen Monaten noch die zusätzliche Belastung durch den Ausbau des Großflughafens Frankfurt und die damit verbundene Verlegung der Flugrouten hinzu. Unsere Protestaktion im vergangenen Sommer mit über 1.600 Unterschriften zeigte auf Kreis- und Landesebene, als Teil des überregionalen Widerstandes gegen den Fluglärm in der Region, Wirkung.

Seit dem ist Fluglärm zu einem großen Thema für das gesamte Rhein-Main-Gebiet geworden und der Widerstand der Menschen gegen die Belastung wächst täglich.

Da uns die Südumfliegung und die mögliche Genehmigung von Nachtflügen, die das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)  in Leipzig ab dem 13. März verhandeln wird, direkt betreffen, wollen wir uns auch zukünftig zu diesem wichtigen Thema engagieren.

Deshalb haben wir die Teilnahme an zwei Demonstrationen am Rhein-Main-Airport für Samstag, den 4. Februar,  und Montag, den 12. März, geplant.

Details dazu demnächst auf unserer Webseite. Bitte merken Sie sich die Termine vor, und vielleicht können wir ja gemeinsam an diesen Veranstaltungen teilnehmen, die wichtig für die zukünftige Gestaltung der Lufträume sein werden.

Es wäre schön, wenn Sie auch im nächsten Jahr an unseren gemeinsamen Zielen für die lebenswerte Zukunft unserer Heimat mitarbeiten würden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes und gesundes neues Jahr 2012!

Günther de las Heras
1. Vorsitzender
Flug-Lärm-Abwehr-Gemeinschaft-Egelsbach e. V.

63329 Egelsbach

https://www.flag-egelsbach.de

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